Werke

Bühnenstücke

Biografie

Aphra Behn wurde 1640 in Wye, Kent geboren. In Surinam lernte sie die Schattenseiten des Kolonialismus kennen. Sie trat als Spionin in den Dienst Charles II., der nach dem Ende der Militärdiktatur unter Oliver Cromwell ein Klima von Toleranz und Freizügigkeit in England schuf. In dieser Periode der Restaurationszeit wurde Aphra Behn zur ersten freien Schriftstellerin Englands und erfand mit Oroonoko den modernen Roman, wie wir ihn kennen. In ihren Werken behandelt sie die Nachwehen einer autoritären Gesellschaftsordnung und die daraus resultierende Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung. Ihre Komödien (u. a. Der Freibeuter, Der Herrscher des Mondes, Die falschen Kurtisanen, Die Witwe Ranter sowie Sir Patient Fancy) zählten zu den erfolgreichsten ihrer Zeit. 1689 starb sie in London.

 

„Aphra Behn gilt als erste Berufsschriftstellerin Englands, sie war erfolgreich. Und doch fehlt sie in vielen Literaturgeschichten, ist sie im deutschsprachigen Raum kaum bekannt, werden – im Unterschied zu den Dramen von Molière etwa, denen ihre Werke ebenbürtig sind – ihre Komödien kaum gespielt. Sie teilt damit das Schicksal von künstlerisch tätigen Frauen, im männlich dominierten Kanon nicht aufzuscheinen. Vermutlich ist auch hier das Verschwinden nicht einfach so passiert, denn Aphra Behn war mit ihrer Freizügig- und Freizüngigkeit immer auch ein Ärgernis. Sie scheute weder Sexualität und Eros als Themen […] und sie kritisierte die Gesellschaft ihrer Zeit, die die eigenen Werte nicht lebte.“

Brigitte Schwens-Harrant in DIE FURCHE (hier den Artikel Spionin und Erfolgsautorin“ auf furche.at weiterlesen)